Der Karnevalsgesellschaft "Ahle Schlupp" ist die Förderung und die Erhaltung der Muttersprache ein besonders wichtiges Anliegen. "Plattdeutsch" ist deshalb auch im "Krözauer-Fastelovend" die dominierende "Umgangssprache", ob nun im Sitzungs- oder im Straßenkarneval.
Heimatdichter Tillmann-Gottschalk hat sich in unserer Region große Verdienste bei der Förderung und Erhaltung der Muttersprache erworben. Das Leben Tillmann-Gottschalks war eingebunden in seine Heimat, die Landschaften an der Rur mit ihren Menschen und ihrer Muttersprache. Diese zu erhalten und zu vermitteln war seine Lebensaufgabe.
Seine Werke, vor allem seine vielen Gedichte, wurden in mehreren Büchern veröffentlicht. Im Rahmen unseres 11 x 11 jährigen Jubiläums hat die Karnevalsgesellschaft "Ahle Schlupp" im Jahr 2001 erstmals den "Tillmann-Gottschalk-Verdienstordens" verliehen. Mit dieser Initiative möchte die Karnevalsgesellschaft den herausragenden Verdiensten von Tillmann Gottschalk zur Förderung und Erhaltung unserer plattdeutschen Muttersprache eine dauerhafte Würdigung und Anerkennung aussprechen.
Der Orden wird als Wanderorden einmal jährlich an eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens oder der karnevalistischen Brauchtumspflege verliehen. Er kann vergeben werden für:
Die Auswahl der Ordensträger erfolgt durch ein "Ordenskuratorium", dem außer dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten der Karnevalsgesellschaft die Ordensträger angehören. Der Ordensträger erhält einen Wanderorden und eine Ehrenurkunde.
Im Jahr 2021 wurde der Orden aufgrund der Corona-Pandemie nicht verliehen.
Die von Friedel Nepomuck anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Partnerschaft Kreuzau-Plancoet erstellte Broschüre (siehe Ordensträger 2026) kann hier heruntergeladen werden:
Friedel Nepomuck hat anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Partnerschaft der Gemeinde Kreuzau mit der französischen Gemeinde Plancoët ein besonderes bzw. außergewöhnliches Werk geschaffen, dass dem Mundartdichter Tillmann Gottschalk ein weiteres Denkmal setzt, diesmal in Papierform.
Aus der Fülle der Mundartgedichte von Tillmann Gottschalk hat er elf bedeutsame Gedichte ausgewählt und diese dann zunächst in Hochdeutsch und Französisch übersetzt. Zusätzlich wurden alle Gedichte kommentiert, um die sprachlichen Fertigkeiten und Stilmittel von Tillmann Gottschalk zu würdigen. Eine solche Broschüre ist wohl einmalig und bleibt so für die Nachwelt sowohl hier in der Region an der Rur, als auch in der Bretagne dauerhaft erhalten.
Paul Larue erhält diese Auszeichnung für seine besonderen Verdienste für Brauchtum und Muttersprache. In seiner Zeit als Bürgermeister hat er im Kontakt zur Bevölkerung immer auf "Augenhöhe" Wert gelegt und dabei häufig auch in Muttersprache agiert. Die Unterstützung von Brauchtumsveranstaltungen und deren Erhalt war ihm ein besonderes Anliegen. Auch nach seiner Dienstzeit pflegt er dieses Engagement mit großer Leidenschaft weiter.
Rolf Krudwig zeichnet sich insbesondere durch seine zahlreichen Schriften über unseren Heimatort Kreuzau bzw. die Region an der Rur und der Eifel aus. Sein geschichtliches Interesse und Wissen ist immens. Sein verantwortliches Mitwirken in mehreren Geschichtsvereinen macht deutlich, wie viel Arbeit er in historische Berichte steckt. Für das Ordenskuratorium war in diesem Zusammenhang besonders wichtig, dass er mit seinem Engagement die Geschichte unserer Heimat auch für zukünftige Generationen erlebbar "hält".
Peter Macherey ist im gesellschaftlichen Leben seiner Heimatgemeinde sehr vielseitig engagiert; wenn beim "Ahle Schlupp" oder für das Gemeinwohl in unserem Ort etwas zu tun ist, ist er einer der ersten, der mit dabei ist; er redet nie viel, sondern er packt direkt selbst mit an. Viele größere Aktionen in der Festhalle, beim Wagenbau oder anderswo sind seinem besonderen Einsatz, Engagement und Geschick zu verdanken. Innerhalb des "Ahle Schlupp" ist er in verschiedenen Funktionen einer der wichtigsten "Aktivposten" und hat damit einen maßgeblichen Anteil am Erfolg der Karnevalsgesellschaft in den letzten fünf Jahrzehnten.
Richard Graßmann war über 60 Jahre ein überaus aktives Mitglied der Gesellschaft. Besonders hervorzuheben ist sein jahrzehntelanges unermüdliches Engagement beim Bau und der Gestaltung der Prinzenwagen. Er selbst war in der Session 1988/1989 Prinz in Kreuzau und 6x Adjutant. Richard war ein "Schlupp" aus Leidenschaft, dem keine Arbeit zu viel war. Zum "Krözauer Fastelovend" gehörte für ihn aber nicht nur die Arbeit, sondern auch das Feiern. Für unsere jungen Mitglieder war er Ansprechpartner und Vorbild.
Die bis heute außergewöhnlich umfangreiche ehrenamtliche Arbeit und das unermüdliche musikalische Engagement von Arnold Bergs wird von vielen Menschen in unserer Region geschätzt. Bei aller anstrengender Arbeit, die er verrichtet, spielt dabei sicher seine sympathische, gewinnende, humorvolle Art, mit seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern umzugehen eine große Rolle.
Hermann-Josef Schmitz liegt die Mundart bzw. die Pflege der Muttersprache und die ehrenamtliche Brauchtumspflege seines Heimatortes Boich gleichermaßen besonders am Herzen; dabei engagiert er sich unermüdlich und auf vielfältige Art und Weise.
Manfred "Menn" Kempen hat die Karnevalsgesellschaft Ahle Schlupp 1880 Kreuzau e.V. in über vier Jahrzehnten in verantwortlichen Positionen maßgebend mit geprägt und gestaltet. Er trägt einen herausragenden Anteil an den Erfolgen und der positiven Entwicklung der Gesellschaft. Ihm liegt die ehrenamtliche Brauchtumspflege und seine Kreuzauer Heimat gleichermaßen besonders am Herzen; dabei engagiert er sich auch auf verschiedene Art und Weise für den Erhalt unserer Muttersprache.
Josef Ruland liegt die Erhaltung der ehrenamtlichen Brauchtumspflege überaus am Herzen. Er ist von Jung an über sein gesamtes Leben hinweg bis zum heutigen Tage sowohl in der Karnevalsgesellschaft Ahle Schlupp, als auch im Turnclub Kreuzau sowie in vielen anderen Vereinen ein überaus engagiertes aktives Mitglied – ein Vorbild für die junge Generation.
Holger Autenrieb war der Erhalt des Brauchtums ein wichtiges Anliegen. Er, seine Frau und seine Familie unterstützen besonders gerne nachhaltige und traditionsreiche Initiativen von Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Selbst stand er nicht gerne im Rampenlicht, sondern unterstützte lieber "aus dem Hintergrund". Über 25 Jahre hat sich Holger Autenrieb auf vielfältige Weise für den "Krözauer Fastelovend" engagiert. Dabei lag ihm besonders der Erhalt des Sitzungskarnevals in der derzeitigen Form und der Rosenmontagszug am Herzen.
Hermann-Josef Cremer gehört mit seinen viele Aktivitäten in den letzten 3 Jahrzehnten zu den ganz herausragend aktiven Mitgliedern der Gesellschaft; er ist keiner, der gerne in der ersten Reihe bzw. im Rampenlicht steht, aber einer, der im Hintergrund immer da ist, wenn man ihn braucht. Und ganz wichtig, man muss ihn nicht fragen, sondern er wird von sich aus aktiv!
Koni Zens war über 70 Jahre (!) eine überaus wichtige Stütze im "Krözauer- Fastelovend"; es ist dabei besonders hervorzuheben, dass er auch bis zuletzt noch nahezu genauso aktiv war, wie als junger 18-jährige Mann bei seinem Eintritt in die Gesellschaft. Kaum jemand lebte so für und mit dem "Ahle Schlupp" und dem "Krözauer-Fastelovend", wie er.
Wolfgang Richter ist der Erhalt des Brauchtums ein wichtiges Anliegen. Er unterstützt besonders gerne nachhaltige und traditionsreiche Initiativen und Menschen, die sich dem Ehrenamt verpflichtet fühlen. Da wo "Ehrenamt" nicht nur drauf steht, sondern auch wirklich drin ist, hat er stets ein "offenes Ohr" für die kleineren und größeren Anliegen. Selbst steht er nicht gerne im Rampenlicht, sondern unterstützt lieber "aus dem Hintergrund" heraus.
Walter Ramm war das kulturelle Leben in seiner Heimatgemeinde Kreuzau, die Pflege der Mundart und der Erhalt der traditionellen Brauchtumspflege ein wichtiges Anliegen; in seiner Funktion als Bürgermeister bezog er für dieses Anliegen deutlich Stellung.
Hans-Peter Acker lagen Mundart- und Brauchtumspflege gleichermaßen am Herzen. Als „Ne Verdödschde“ ist es ihm immer wieder gelungen auf überaus originelle Art sowie mit seinem lebhaften und gestenreichen Vortragsstil, sein Publikum zum Lachen zu bringen, wobei er dabei zumeist auf Gegebenheiten aus dem täglichen Leben zurückgegriffen hat.
Peter Kaptain legt als Präsident der Gesellschaft großen Wert darauf, dass in Kreuzau ein niveauvoller, aber trotzdem humorvoller, urwüchsiger Karneval gefeiert wird. Mit großem Engagement und viel persönlichem Einsatz hält er die Fäden für „seinen Verein“, dem Ahle Schlupp, fest in der Hand. Er beweist jedes Jahr auf‘s neue, dass Brauchtumspflege, Muttersprache, und Bodenständigkeit ihm eine Herzensangelegenheit sind. Getreu seinem Motto aus der Prinzenzeit 1986-1987 „Mi Häzz dat paaf – Krözau Alaaf“!
Richard Schall liegt der „Krözauer Fastelovend“ und die Brauchtumspflege gleichermaßen am Herzen. Er ist „der herausragende Künstler“ der Karnevalsgesellschaft und derjenige, der dem „Fastelovend en Krözau“ ein zugleich „einprägendes, witziges, pfiffiges, als auch künstleriches Bild“ gibt.
Kornelius Kaiser lagen Mundart und Brauchtumspflege gleichermaßen am Herzen. Als „Der Doof mem Hoot“ bzw. als „Blasius“ im Zwiegespräch, ist es ihm mit seiner deftig bildhaften Mundart und seinem lebhaften und gestenreichen Vortragsstil immer wieder gelungen, sein Publikum zum Lachen zu bringen, wobei es häufig um die Darstellung zwischenmenschlicher Konflikte im häuslich-familiären Bereich ging.
Kurt Kappes liegt die Musik am Herzen; er verknüpft die Musik mit unserer Heimat, in dem er immer wieder hochmotiviert an den verschiedensten Stellen viele Mundarttexte durch seine musikalischen Fähigkeiten einem breiten Publikum zugänglich macht.
Hans Zens hat in seiner langen Amtszeit als Bürgermeister von Kreuzau die Förderung der Muttersprache als wichtiges Ziel zur Stärkung der heimatlichen Region betrachtet; besonders wichtig herauszuheben ist sein persönliches Engagement für die Herausgabe der Tillmann-Gottschalk-Bücher.
Für Pfarrer Dieter Sülzen war in seiner langjährigen Tätigkeit in Kreuzau die Integration in das Vereinsleben von besonderer Bedeutung. Mit seiner Offenheit für die Einführung und Durchführung der plattdeutschen Messe hat er für einen neuen Akzent und – aus heutiger Sicht – bleibende Initiative gesorgt.